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Fahrpraxis

Fahrübungen sind doch sehr wichtig, auch wenn dies Anfängerinnen und Anfängern nicht so erscheint. Ist doch einfach, meint man. Hebel nach oben ist vorwärts, zurück rückwärts, der andere Hebel nach links und das Auto fährt nach links und bei rechts umgekehrt. Spätestens nach den ersten Metern vor allem bei etwas höheren Geschwindigkeiten merkt man schnell, dass Übung nötig ist.
Vorab aber noch etwas Grundsätzliches. Es wird immer zuerst die Fernsteuerung und dann das Auto angestellt. So hat man sofort Kontrolle über das Fahrzeug. Verstellte Servos können übrigens beim Einschalten des RC-Fahrzeugs dafür sorgen, dass es erst kurz anfährt. Beim Abschalten geht man umgekehrt vor. Es das Fahrzeug (und damit der Empfänger), dann der Sender.
Die erste Fahrübung dient erst einmal grundlegenden Bedienungstechniken. Sie sollten am besten im Freien auf einem Gelände ohne Hindernisse ausgeführt werden. Das RC-Auto ist doch manchmal überraschend schnell. Eine vielbefahrene Straße ist jedoch in jedem Fall ungeeignet. Und dann erst einmal vorwärts und zurück. Dann in langsamer Fahrt eine Kurve. Und dann nacheinander alle Fahrübungen. Vor allem muss man das Auto von sich weg fahren und auch einmal auf sich zu fahren lassen. Wenn man nun ausreichend fit ist, geht es weiter.

Ein Oval ist die nächste Fahrstrecke. Sie dient in erster Linie dem Kennenlernen des ständigen Wechsels der Richtung des Fahrzeugs, mal kommt das Fahrzeug auf einen zu, mal fährt es weg.
Zur Übung stellt man zwei Pylone oder zwei Dosen auf dem Fahrgelände auf. Diese dienen dann als Wendepunkte. Das Oval sollte man in beiden Richtungen gut fahren können, bevor es zur nächsten Übung geht.

Jetzt geht es um den Wechsel von Links- und Rechtskurven. Statt des Ovals wird eine Acht gefahren. Die Pylone werden wie bei der vorigen Übung genutzt.

Die Tücken einer Kurve müssen auch geübt werden, um Fahrgefühl zu erreichen. Ein oder zwei Pylone werden relativ weit voneinander entfernt aufgestellt. Das Fahrzeug muss zwischenzeitlich genügend Geschwindigkeit erreichen. Um die Pylone muss unbedingt ausreichend Platz sein. Nun wird erst ein Oval (und später eine Acht) gefahren. Auf der geraden Strecke wird die Geschwindigkeit erhöht und in der Nähe des Pylons angesenkt, die Kurve langsamer durchfahren. Aus der Kurve heraus kann man direkt wieder beschleunigen.

Eine Kleinigkeit wäre noch wichtig. Malen Sie mir Straßenmalkreide eine Stopplinie auf oder stellen Sie zwei Pylone nebeneinander auf. Fahren Sie nun in schneller Fahrt auf die Engstelle zu. Fahren Sie möglichst lange schnell. Stoppen Sie das Fahrzeuge, wenn Sie der Meinung sind, dass es an der Linie zum Stillstand kommt. Verkürzen Sie nach und nach den Abstand zwischen Beginn des Bremsvorgangs und der Stopplinie.
Nun die Notbremse. Das Fahrzeug ist relativ leicht. Bremsen Sie intensiv, indem Sie während der Vorwärtsfahrt nicht nur den Hebel der Fernsteuerung in Neutralstellung bringen, sondern rückwärts fahren. Das Fahrzeug soll zwar weiter vorwärts fahren, aber schneller zum Stillstand kommen. Rückwärts soll es natürlich nicht fahren. Wiederholen Sie mit dieser Technik die Übung.
Es sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass alle Übungen nur als Hinweis dienen. Das Risiko trägt die Ausführende oder der Ausführende selbst.
Mit mehreren Pylonen oder Dosen stellt man sich eine Strecke auf. Straßenmalkreide ist ebenso recht hilfreich. Diese Strecke dient als Übung. Sie sollte Kurven in unterschiedlicher Richtung und mit unterschiedlichen Radien beinhalten.
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